Der Rechtsstreit um die Bürgermeisterwahl in Strausberg nordöstlich von Berlin geht in eine neue Runde. Der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD), will auch gegen die Stichwahl vorgehen. «Der Landrat wird aufgrund von erheblichen Wahlmängeln im Hauptwahlgang Einspruch gegen die Bürgermeisterwahl in Strausberg einlegen», teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit.
Der Landrat hatte die Hauptwahl im Februar wegen möglicher Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt und die Stichwahl gestoppt, er unterlag mit dem Stopp aber vor Gericht.
Bei der Stichwahl am Sonntag in der 28.000-Einwohner-Stadt in Brandenburg gewann die parteilose Kandidatin Annette Binder nach dem vorläufigen Endergebnis mit 60,8 Prozent der Stimmen. Der ebenfalls parteilose Kandidat Patrick Hübner unterlag mit 39,2 Prozent. Hübner hatte bei der Hauptwahl noch vorn vor Binder gelegen.