Dem Wald in Brandenburg geht es dramatisch schlecht: Der Klimawandel und Schäden durch gefräßiges Wild führten zu Schäden auf Rekordniveau. Das sagte Agrar- und Forstministerin Hanka Mittelstädt (SPD) bei der Vorstellung des Waldzustandsberichtes für 2024. Eichen und Buchen haben besonders stark auch durch Spätfröste gelitten. Zudem beklagte Mittelstädt: «Der Wald wird häufig als Müllkippe genutzt.»
Starke Schäden bei fast jedem dritten Baum
Fast einem Drittel der Bäume geht es schlecht: Der Anteil des Waldes mit starken Schäden hat sich laut Erhebung im Vergleich zu 2023 auf 32 Prozent verdoppelt. Daher müsse der Waldumbau weg von reinen Kiefernwäldern hin zum Mischwald vorangetrieben werden, sagte die Ministerin. Doch das kostet aus ihrer Sicht Zeit: «Waldumbau geht aufgrund des trägen Ökosystems nicht von heute auf morgen.»
Bei der finanziellen Unterstützung dafür werde sie keine Kürzungen hinnehmen, sagte Mittelstädt mit Blick auf die bevorstehende Aufstellung des Landeshaushaltes. Im vergangenen Jahr wurden laut Ministerium 742 Förderanträge mit rund 6,72 Millionen Euro für den Waldumbau bewilligt.