Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) hält Kürzungen des Bundesinnenministeriums bei Integrationskursen für einen Rückschritt, er befürchtet negative Folgen für die Fachkräftesuche. Das Land wolle wegfallende Angebote künftig kompensieren, dies sei jedoch nur in einem gewissen Rahmen möglich, sagte der SPD-Politiker auf Anfrage.
Von den Kürzungen sind nach einer ersten Schätzung im Land Brandenburg voraussichtlich mehrere Tausend Menschen unmittelbar betroffen, deren Anträge für die Zulassung zu einem Integrationskurs nun vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt werden, wie das Ministerium mitteilte. Die Folgen auch für die Sprachkursanbieter und die Lehrkräfte seien noch nicht abzusehen.
2025 wurden laut Ministerium gut die Hälfte der Berechtigungen für einen Integrationskurs in Brandenburg vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ausgestellt, insgesamt knapp 4.000.