Brandenburg will mit der Einführung einer Landarztquote den Medizinermangel auf dem Land lindern. Das Kabinett beschloss, dass künftig ein Teil der Studienplätze der Medizinischen Universität Lausitz in Cottbus gezielt an Bewerber vergeben wird, die nach dem Studium zehn Jahre als Landarzt arbeiten wollen. Die Quote solle zehn Prozent der Erstsemester-Studienplätze betragen, teilte die Staatskanzlei mit.
Woidke: Medizinische Versorgung sichern
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht darin einen entscheidenden Schritt, um die Medizinversorgung in allen Regionen Brandenburgs zu sichern. «Der klare Auftrag ist, Ärztinnen und Ärzte dahin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht werden», sagte Woidke in einer Mitteilung.
In Brandenburg gab es Ende 2024 nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung rund 1.700 Hausärztinnen und Hausärzte - rund ein Drittel von ihnen ist 60 Jahre und älter, das heißt, viele werden bald ausscheiden.