Nach dem Brand in der Geflüchtetenunterkunft auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel fordern die Grünen im Abgeordnetenhaus Konsequenzen. «Der Großbrand in der Notunterkunft Tegel ist katastrophal», sagte der migrationspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Jian Omar, am Mittwoch. «Es braucht mehr Anstrengungen, um Alternativen zur Massenunterkunft in Tegel zu schaffen. Sie ist ungeeignet und gefährlich für die dauerhafte Unterbringung von Geflüchteten.»
Grüne wollen dezentrale Unterbringung von Geflüchteten
Omar forderte, die dezentrale Unterbringung von Geflüchteten müsse Priorität bekommen. Es gebe geeignete Flächen für Flüchtlingsunterkünfte in sogenannten Modularen Flüchtlingsunterkünften (MUF), in denen die Menschen in Wohnungen leben.
Auch Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Flüchtlinge zunehmend dezentral unterzubringen. Die Suche nach geeigneten Standorten für MUF-Projekte gestaltete sich in der jüngsten Vergangenheit schwierig. Der neue Präsident des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten, Mark Seibert, hatte erst vor gut einer Woche erneut betont, dass es über jedes einzelne Grundstück eine langatmige Diskussion gebe.