Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) kritisiert, dass die Einbürgerung trotz neuem Gesetz nicht einfacher geworden sei. Das im Juni vom Bundestag verabschiedete neue Staatsangehörigkeitsgesetz habe zwar positive Aspekte. Aber «die in den letzten 20 Jahren vorgenommenen Erschwernisse bei der Einbürgerung werden nicht zurückgenommen, sondern weiter verschärft», bemängelt TBB-Sprecher Safter Çınar.
Eine Erschwernis sei der Test «Kenntnisse über Deutschland», so der TBB. Zudem könnten Menschen, die unverschuldet arbeitslos wurden, nur in Ausnahmefällen eingebürgert werden. Der dritte Kritikpunkt bezieht sich auf den Nachweis, dass Einbürgerungsbewerber das Grundgesetz, Frauenrechte und Menschen mit jüdischen Glauben respektieren. Wie das überprüft werden solle, sei ihm unklar, so der Vereinssprecher: Bewerber würden «sicherlich keine negativen Äußerungen in dieser Richtung von sich geben».