975 Vorfälle, die sich gegen Muslime oder muslimische Institutionen in Berlin richteten, sind von einer Dokumentationsstelle im vergangenen Jahr gezählt worden. Am häufigsten seien es Beleidigungen gewesen, aber auch verletzendes Verhalten, Diskriminierungen, körperliche Angriffe und Sachbeschädigungen, wie die Melde- und Informationsstelle Claim in ihrer Jahresbilanz 2025 mitteilte.
Oft seien die Opfer Frauen (58 Prozent der Vorfälle), weil sie zum Teil an Kopftüchern erkennbar seien, aber auch, weil sie sich weniger wehren könnten. Betroffen sind nach der Statistik aber auch Männer (41 Prozent) und Kinder. Viele Muslime würden laut Studien fast täglich Rassismus erleben, sagte eine Sprecherin von Claim. Zugleich würden diese negativen Erfahrungen in der Gesellschaft oft geleugnet und relativiert und Muslime immer wieder als Integrationsproblem und Sicherheitsrisiko behandelt. Hier sei vor allem die Politik gefordert.