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Cottbus: Zwei Brandanschläge — Innenminister Redmann erhöht Sicherheitsmaßnahmen

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) äußert sich zu zwei mutmaßlichen Brandanschlägen in Cottbus. (Archivbild) / Foto: Soeren Stache/dpa
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) äußert sich zu zwei mutmaßlichen Brandanschlägen in Cottbus. (Archivbild) / Foto: Soeren Stache/dpa

Innenminister Redmann: Zwei Brandanschläge in Cottbus; mutmaßlich rechtsextreme Täter. Polizei und Staatsschutz ermitteln, Präsenz im Stadtgebiet verstärkt.

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann spricht von zwei Brandanschlägen in Cottbus und verweist auf bereits gestiegene Sicherheitsmaßnahmen. «Die beiden Brandanschläge von gestern Nacht machen mich wütend», teilte der CDU-Politiker mit. «Rechtsextremisten verätzen das Zusammenleben. Wer Molotow-Cocktails schmeißt, nimmt Opfer in Kauf. Das macht mich fassungslos.»

Die Sicherheitsvorkehrungen wurden nach Angaben des Ministers auch mit Blick auf die Aktionswochen zum Christopher Street Day (CSD) in Cottbus hochgefahren. «Eine spezialisierte Ermittlungsgruppe leuchtet die Strukturen des verantwortlichen Milieus aus», sagte Redmann. «Die Sicherheitsmaßnahmen sind erhöht. Die Polizei hat ihre Präsenz im Stadtgebiet auch im Zuge der CSD-Aktionswochen verstärkt.»

Polizei prüft versuchten Mord und versuchte Brandstiftung 

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt «Zelle 79» in Cottbus ermitteln Staatsschutz und Mordkommission wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Polizei geht davon aus, dass die zwei Tatverdächtigen aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Die Ermittler prüfen auch eine versuchte Brandstiftung, weil ganz in der Nähe des Wohnprojekts eine Zaunlatte am Club «Chekov» brannte.

Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) dringt auf mehr Videokameras. «Wir brauchen klare Regelungen, um den Einsatz von Kameras auch im öffentlichen Raum gezielt und rechtssicher zu gewährleisten, abzuschrecken und die Aufklärung von Straftaten zu unterstützen», sagte Schick. «Datenschutz darf den Schutz von Menschen nicht behindern.» Für die Opfer solcher Attacken seien zudem die notwendigen Strukturen und Finanzen nötig.

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