Das Problem der Finanzierung von Rettungsfahrten droht in Brandenburg zu einem Notfall zu werden: Erstmals müssen die Bürger der Stadt Cottbus für Rettungseinsätze zahlen. Die Stadt teilte mit, sie sehe sich gezwungen, Gebührenbescheide zu versenden – zunächst an rund 1.000 Patientinnen und Patienten ab Ende März für Einsätze von Januar 2025. Die Stadt warf den Krankenkassen vor, sich zu weigern, für das vergangene Jahr komplett zu zahlen.
Der neue Gesundheitsminister René Wilke (SPD) hält es nicht nur für ein Problem in Cottbus. Er sprach im Landtag von einer brenzligen Konfliktlage. Wilke kündigte an, mit allen Betroffenen Gespräche zu führen und schlug einen Runden Tisch vor. «Ganz klar ist: In meinem Haus gibt es sehr, sehr viele dringende Punkte. Dieser ist wohl momentan auf Platz 1.»