Brandenburgs neuer Wirtschaftsminister Daniel Keller will beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht auf die Bremse treten. Bevor irgendwo Windkraft- oder Solaranlagen entstünden, solle zwar beim Ausbau stärker hingeschaut werden, ob es Möglichkeiten zur Abnahme und zum Anschluss gebe, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Nutzung der Energie. «Das Tempo drosseln wollen wir aber nicht.»
Keller wies damit Bedenken von Umweltverbänden zurück, die Rückschritte beim Klimaschutz befürchten. Der Ex-SPD-Fraktionschef ist in der SPD/BSW-Regierung Minister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Brandenburg bezeichnete die Inhalte des Koalitionsvertrags zum Klimaschutz als «große Enttäuschung» und kritisierte unter anderem das Festschreiben des Braunkohleausstiegs bis 2038. Bisher war Klimaschutz beim grün geführten Umwelt- und Agrarressort angesiedelt.