Die AfD im Brandenburger Landtag hält das Thema digitale Gewalt im Rahmen der Debatte um die Moderatorin Collien Fernandes und die Vorwürfe gegen den Schauspieler Christian Ulmen für vernachlässigbar. «Ich musste erstmal nachschlagen. Ich kannte diese Frau und diesen Mann nicht», sagte Fraktionschef Hans-Christoph Berndt im Potsdamer Landtag. Die «reale Gewalt» müsse das Thema sein und nicht die «Überwachung des Internets».
Fernandes richtet Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner Ulmen, über die zuerst der «Spiegel» berichtet hatte. Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die «initiale Berichterstattung» des «Spiegels» gerichtliche Schritte einzuleiten.