Investitionen in die Bahn, Kita-Finanzierung und die Krankenhausreform: Bei der ersten Tour des Brandenburger Kabinetts seit der Landtagswahl 2024 ging es vor allem ums Geld. Ministerpräsident Dietmar Woidke machte deutlich, dass er angesichts knapper Kassen vorerst keinen Spielraum für neue Investitionen in den Bahnverkehr sieht.
«Wir haben derzeitig im Jahr 2026, aber auch im Jahr voraussichtlich 2027 und 2028 diese finanziellen Voraussetzungen nicht, Takte zu erhöhen oder mehr Geld in die Schiene zu investieren», sagte der SPD-Politiker nach einer gemeinsamen Sitzung des Kabinetts mit der Spitze des Landkreises Havelland im Schloss Ribbeck bei Nauen.
Der SPD-Politiker verwies aber auf Verbesserungen. Es gebe keine neuen zusätzlichen Kapazitäten, um neue Zugpaare oder Züge fahren zu lassen und Taktbegrenzen zu erhöhen, sagte Woidke. Aber: «Die Dinge, die abgemacht sind, die werden wir einhalten, und da sind ja auch Verbesserungen in verschiedenen Bereichen vorgesehen.» Das neue Bündnis aus SPD und CDU rechnet mit Milliardendefiziten für den neuen Doppelhaushalt für 2027 und 2028. Havelland-Landrat Roger Lewandowski (CDU) dringt auf einen Halbstunden-Takt von Berlin nach Rathenow.