Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat Kritik zurückgewiesen, die Ladung des ehemaligen Kultursenators Joe Chialo (CDU) vor den Untersuchungsausschuss sei mit Absicht verzögert worden. «Es kam mit Blick auf die Zustellung der Ladung zu einem Fehler in den internen Verwaltungsabläufen. Das ist nicht nur bedauerlich, sondern das ist in der Tat auch ärgerlich», erklärte Wegner im Abgeordnetenhaus.
Chialo sollte am 29. Mai im Untersuchungsausschuss zur umstrittenen Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus aussagen, wird aber nicht kommen. Die von der Senatskanzlei verschickte Ladung zu dem Termin hat ihn nicht innerhalb der üblichen Frist von 14 Tagen erreicht. Sie war nicht an Chialo direkt, sondern an die Kulturverwaltung geschickt worden, bei der er seit Mai 2025 nicht mehr arbeitet.