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Berlin-Wahl könnte Olympiabewerbung der Hauptstadt gefährden, warnt Niroomand

Berlin-Wahl könnte Olympiabewerbung der Hauptstadt gefährden, warnt Niroomand
Blickt gespannt auf die Wahl am Sonntag: der Berliner Olympia-Beauftragte Kaweh Niroomand. (Archivbild) / Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
In der kommenden Woche wird Deutschland über den Olympia-Bewerber für 2036, 2040 und 2044 entscheiden. Berlin gilt als Außenseiter. Was für einen Einfluss das Wahlergebnis am Sonntag haben könnte.

Nach Einschätzung des Berliner Olympia-Beauftragten Kaweh Niroomand dürfte die Wahl zum Abgeordnetenhaus Signalwirkung für die Olympia-Chancen der Hauptstadt haben.

«Man muss befürchten, dass die Linke die weitere Bewerbung nicht unterstützen wird, da sie sich bislang gegen die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele in Berlin ausgesprochen hat. Ich bedauere, dass Linke und Grüne sich früh gegen eine Bewerbung positioniert haben – noch bevor unser Konzept in seiner heutigen Form vorlag», sagte Niroomand der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Umfrage: Linke knapp vor CDU bei Berlin-Wahl

Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus an diesem Sonntag zeichnet sich laut einer neuen ZDF-Umfrage ein knappes Rennen zwischen der CDU und der Linken ab. Die Linke von Spitzenkandidatin Elif Eralp kommt in der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-«Politbarometer Extra» auf 22 Prozent. Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers erreicht 20 Prozent. 

Dahinter liegen die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 15 Prozent und die SPD mit 12 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt auf 4 Prozent und kann damit auf einen Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und den Einzug ins Abgeordnetenhaus hoffen. 

Enge Terminfolge zwischen Berlin- und DOSB-Wahl «eine Hypothek»

Eralp lehnt internationale Sportereignisse in Berlin laut Niroomand nicht grundsätzlich ab. «Ihr Einwand lautet, die Stadt habe derzeit dringendere Aufgaben. Ich sehe darin keinen Widerspruch: Olympia ist kein Allheilmittel, kann aber Investitionen bündeln und Fortschritte bei Sportstätten, Mobilität, Barrierefreiheit und Stadtentwicklung beschleunigen», sagte der Geschäftsführer der BR Volleys. 

Dass der DOSB bereits sechs Tage nach der Berlin-Wahl entscheidet, ob man mit Berlin, München oder RheinRuhr in das Rennen für eine Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 geht, sieht der 73-Jährige als Nachteil für die Hauptstadt. «Die enge Terminfolge ist für Berlin zweifellos eine Hypothek. Das erschwert es, politische Verlässlichkeit sichtbar zu machen», befand Niroomand. Berlin geht als klarer Außenseiter ins Rennen.

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