Die Geflüchteten-Unterkünfte auf dem früheren Flughafengelände in Tegel sollen ausgebaut und bis Ende 2025 genutzt werden können. Weiterhin sind in neun Berliner Bezirken 16 neue Container-Unterkünfte mit bis zu 6130 Plätzen geplant. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Senat bei seiner Sitzung am Dienstag, wie Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner am Dienstag anschließend bekannt gab. «Die Verlängerung von Tegel ist kein ausdrücklicher Wunsch des Senats», sagte der CDU-Politiker. Das Ziel sei, Flüchtlinge dezentral unterzubringen. Wegner wies allerdings auf die aktuelle Entwicklung hin, die das erschwere: «Die Zahlen gehen wieder hoch.»
Auch deswegen würden die 16 bisher vorgesehenen Standorten nicht die letzten sein, sagte er mit Blick auf die aktuellen Beschlüsse. «Das gibt uns jetzt ein Stück weit Luft zum Atmen, aber die Gesamtherausforderung wird bleiben.»
Kapazitäten in Tegel werden ausgebaut
Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) sagte, am Ukraine-Ankunftszentrum in Tegel würden die Kapazitäten für die Unterbringung von Geflüchteten um 1000 Plätze erweitert. Sie sollen im Sommer 2024 zur Verfügung stehen. Vorgesehen sind dafür sechs Leichtbauhallen auf einem Grundstück am Kurt-Schumacher-Damm, das im Besitz des Landes Berlin ist. Derzeit sind nach Angaben der Sozialverwaltung im Ankunftszentrum rund 3900 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und rund 540 Asylsuchende untergebracht.