Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteillos) hat im Landesparlament Stellung zur überraschenden Entlassung ihres Staatssekretärs Oliver Friederici vor zwei Tagen genommen. Sie berief sich dabei auf den Landesrechnungshof und den Entwurf von dessen Prüfbericht zur umstrittenen Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus, der ihr seit einiger Zeit vorliege. Er gebe für sie hinreichend Grund, unverzüglich die Empfehlungen des Rechnungshofes umzusetzen, sagte Wedl-Wilson im Abgeordnetenhaus.
Der Bericht beinhalte Erwartungen, die sie mit ihrer Senatsverwaltung erfüllen und Empfehlungen, denen sie folgen wolle. «Mein persönlicher Anspruch ist es, dieses Ziel zu realisieren möglichst noch für die Bescheide für das Förderjahr 26», sagte die Senatorin mit Blick auf die weitere Förderung von entsprechenden Projekten.
«Für die Realisierung dieser besonderen Aufgabe, die mir gestellt worden ist von dem Rechnungshof, brauche ich ein starkes Team», betonte Wedl-Wilson. «Für den Bereich gesellschaftlichen Zusammenhalt ist es jetzt von äußerster Wichtigkeit, eine Person an meiner Seite zu haben, die ein umfassendes Verwaltungswissen hat.»