Bei den Kommunalwahlen in Brandenburg steht die AfD erstmals vor einem Sieg. Nach Auszählung von rund 95 Prozent der Wahlbezirke kam die AfD nach Angaben von Landeswahlleiter Herbert Trimbach landesweit auf 26,5 Prozent, das wären 10,6 Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband seit 2020 als rechtsextremistischen Verdachtsfall ein.
Die CDU verbesserte sich nach diesem Zwischenstand der Wahlen zu 14 Kreistagen und den Stadtverordnetenversammlungen der vier kreisfreien Städte um einen Punkt auf 19,2 Prozent, käme aber nur noch auf den zweiten Platz. Die SPD erreichte demnach 16,5 Prozent, das wäre ein Minus von 1,2 Punkten im Vergleich zu 2019. Die Wahlen wurden dreieinhalb Monate vor der Landtagswahl mit Spannung verfolgt, auch wenn sie nicht vergleichbar sind.
SPD-Generalsekretär David Kolesnyk sagte der Deutschen Presse-Agentur, seine Partei habe gezeigt, dass sie unter schwierigen Bedingungen vor Ort stabil bleiben könne. «Es wird für uns umso mehr darauf ankommen, dass es um Brandenburg geht», sagte er mit Blick auf die Landtagswahl.