Bargeldabhebungen mit der Bezahlkarte für geflüchtete Menschen sollten nach Auffassung von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) begrenzt werden. «Hamburg denkt darüber nach, dass Geflüchtete 50 Euro mit der dortigen Bezahlkarte in bar abheben sollen, Bayern hat ähnliche Vorstellungen», sagte Wegner dem «Tagesspiegel». «Entscheidend ist für mich, dass wir keinen Flickenteppich bekommen, sondern eine möglichst einheitliche Lösung.»
Das müsse vor allem auch für die Nachbarländer Berlin und Brandenburg gelten. «Mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke bin ich mir bereits einig: Berlin und Brandenburg müssen das gleiche Angebot haben. Alles andere macht keinen Sinn.»
Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) kritisierte Wegners Äußerung. «Mir geht es in erster Linie darum, dass geflüchtete Menschen in Berlin mit der Bezahlkarte ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben mit sozialer Teilhabe und ohne Stigmatisierung führen können. Dafür müssen sie selbst entscheiden können, ob sie mir Karte oder mit Bargeld bezahlen», erklärte sie auf Anfrage. «Ohne Bargeld geht es nun mal nicht.»