Das Brandenburger Innenministerium sieht nach dem Brandanschlag auf das Grundstück des Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner keine Fehler bei der Sicherheitsbeurteilung. «Die Polizei handelt wie immer lageangepasst unter fortlaufender Bewertung der aktuellen Sicherheitslage», sagte ein Sprecher des Innenministeriums. «Und zwar im Austausch mit dem Betroffenen.»
Die AfD Brandenburg hatte Innenminister René Wilke (SPD) vorgeworfen, die Bedrohungslage nach einem vorherigen Anschlag auf Büttner im Jahr 2024 nicht ernst genug genommen zu haben. «Die Maßnahmen seinerzeit beruhten so wie die heutigen auf der polizeilichen Lageeinschätzung und auf dem Ergebnis der Abstimmung mit dem Betroffenen. Daher ist der Anwurf der AfD-Fraktion diesseits nicht nachvollziehbar», erklärte der Ministeriumssprecher dazu.
Das private Grundstück von Büttner in Templin in der Uckermark wurde vor wenigen Tagen nach seinen Angaben Ziel eines Brandanschlags. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen Brandstiftung auf. Die Polizei berichtete vom Brand eines Schuppens in einem Templiner Ortsteil. Bei dem Feuer sei niemand verletzt worden. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck als Symbol der Hamas aufgebracht worden sein. 2024 hatten Unbekannte auf seinem Privatauto Hakenkreuze eingeritzt.