Nach dem vorzeitigen Aus für den Potsdamer SPD-Oberbürgermeister Mike Schubert müssen die Parteien die Weichen für die bevorstehende Neuwahl im Herbst stellen. Sie wollen für einen personellen Neuanfang an der Spitze der brandenburgischen Landeshauptstadt zügig Kandidaten vorschlagen. Dann dürfte Potsdam bald wieder im Wahlkampfmodus sein.
Bei einem Bürgerentscheid am Sonntag sprach sich eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler für die Abwahl des bisherigen SPD-Rathauschefs Schubert aus. Der 52-Jährige stand seit längerem parteiübergreifend in der Kritik. Die Stadtfraktionen warfen ihm Führungsversagen, Missmanagement und Stillstand vor.
Nach der Niederlage für Schubert kündigte die SPD umgehend an, sie werde mit «einem überzeugenden Wahlvorschlag» an den Start gehen. Die Grünen favorisieren eine überparteiliche Kandidatur und wollen die Gespräche dazu zeitnah zu einem Abschluss bringen, so der Kreisverband. «Jetzt steht die Stadt vor der wichtigen Aufgabe, eine neue, überzeugende Person für das Amt zu finden», teilte die Stadtfraktion der Linken mit. Namen offizieller Kandidaten nannten die Parteien bislang nicht.