Der Vorsitzende der AfD-Nachwuchsorganisation «Generation Deutschland», Jean-Pascal Hohm, hat seiner Partei vor dem Bundesparteitag eine stärkere inhaltliche Profilierung und mehr Kompromissbereitschaft empfohlen. «Wir als AfD sagen noch viel zu häufig nur, wogegen wir sind, und spitzen da extrem zu», sagte Hohm der «Neuen Osnabrücker Zeitung».
In den sozialen Medien funktioniere das «Dagegen sein» zwar besser als das Erklären eigener Positionen. «Aber wir müssen uns da weiterentwickeln und auch klar sagen, was wir stattdessen wollen - gerade wenn wir Regierungsverantwortung anstreben», sagte Hohm, der für die AfD im Brandenburger Landtag sitzt.
Mit Blick auf mögliche Koalitionen mit der CDU sprach sich Hohm für ein schwarz-blaues Bündnis aus. «Das Ziel bleibt natürlich die absolute Mehrheit, aber auch die AfD muss kompromissbereit sein», sagte er. In den Kernbereichen der Migrations- und Wirtschaftspolitik müsse die Partei allerdings «absolut hart bleiben».
Hohm äußerte sich vor dem Bundesparteitag der AfD, der am Samstag und Sonntag in Erfurt tagt. Dort soll auch der Bundesvorstand neu gewählt werden. Der Chef der AfD-Nachwuchsorganisation hatte Anfang Juni eine Kandidatur für den Bundesvorstand bestätigt.
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