Die Brandenburger AfD hat nach hitziger Debatte die grundsätzliche Einführung kleinerer Parteitage mit höchstens 500 Delegierten beschlossen. Beim Landesparteitag in Prenzlau kam die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit für die Einführung von Delegiertenparteitagen zustande - allerdings mit der Zahl von 500 statt 400 Delegierten wie vom Vorstand vorgeschlagen. Dafür stimmten 70,9 Prozent (424 Mitglieder), dagegen 29,1 Prozent (174 Mitglieder), acht Mitglieder enthielten sich.
Damit setzte sich Landeschef René Springer nach einer kontroversen Debatte durch. Er warb aus praktischen Gründen für die Neuerung: «Weil wir als AfD Brandenburg so verdammt erfolgreich sind, dass wir in Zukunft Probleme haben werden, die Mitglieder in unsere, in die Hallen zu bekommen», sagte Springer. «Wir haben auf Bundesebene Delegiertenparteitage seit 2017.» Die AfD wählt beim Parteitag eine neue Spitze, Springer tritt wieder an. Der Parteitag wurde begleitet von Protesten.