Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat begrüßt, dass es weitere Gespräche zur künftigen Ausrichtung der Berlinale geben soll. «Die Berlinale ist auch ein politisches Festival, das war sie schon immer», sagte der CDU-Politiker bei der Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus.
«Aber für mich ist sehr, sehr klar, dass Antisemitismus, Israel- und Judenhass keine politische Meinung ist. Antisemitismus, Israelfeindlichkeit und Judenhass sind inakzeptabel», betonte Wegner. «Und unsere Bühnen der Berlinale dürfen für solche Propaganda nicht genutzt werden.»
«Insofern ist richtig, wie Kulturstaatsminister Weimer hier reagiert hat, dass der Aufsichtsrat schnell getagt hat, dass es weitere Gespräche geben wird im Aufsichtsgremium, aber auch mit Tricia Tuttle.» Auch das sei richtig.
Bei einer Krisensitzung im Kanzleramt wurde am Morgen nach Angaben der Bundesregierung keine Entscheidung über die Zukunft von Intendantin Tricia Tuttle getroffen. Zu dem Thema sagte Wegner: «Ich werde mich an Spekulation nicht beteiligen. Vielleicht so viel: Ich habe den Eindruck, bei der einen oder anderen Debatte, wie sie öffentlich geführt wird, wird sie in dem Aufsichtsgremium so nicht geführt.»