Das kam nach dem Hin und Her der vergangenen Tage überraschend: Tricia Tuttle will Berlinale-Chefin bleiben. «Ich bin sehr stolz auf mein Team und das Festival und möchte die gemeinsam begonnene Arbeit in vollem Vertrauen und mit institutioneller Unabhängigkeit fortsetzen», sagte die 55-jährige US-Amerikanerin der Deutschen Presse-Agentur.
Vor einer weiteren Krisensitzung zur Zukunft des renommierten Filmfestivals am Mittwoch (11.30 Uhr) im Kanzleramt gibt es damit eine klare Ansage. Und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) gibt sich zuversichtlich. «Wir sind auf einem guten Weg, die Berlinale zukunftsfest aufzustellen», sagte der Beauftragte für Kultur und Medien der dpa. Doch ist die Kontroverse über das mit Steuergeld geförderte Festival, über die Freiheit der Kunst und die Grenzen staatlichen Einflusses damit wirklich ausgestanden?