Wie geht es weiter bei der Berlinale? Nach heftigen Debatten über das Filmfestival ist auch über die Zukunft von Intendantin Tricia Tuttle diskutiert worden. Nun äußert sich die Berlinale-Chefin erstmals dazu.
Frage: Frau Tuttle, wollen Sie die Berlinale noch leiten?
Antwort: Ja. Ich bin sehr stolz auf mein Team und das Festival und möchte die gemeinsam begonnene Arbeit in vollem Vertrauen und mit institutioneller Unabhängigkeit fortsetzen.
Die 76. Berlinale war in vielerlei Hinsicht stark. Der EFM (Anm.: European Film Market) florierte. Wir haben ein ambitioniertes, internationales und von der Kritik hochgelobtes Programm präsentiert. Unser Ziel war es, die Berlinale als Startplattform für neues internationales Kino zu stärken, und wir sehen bereits, dass Filme aus dieser Ausgabe zu anderen großen Festivals eingeladen werden und das Interesse der Verleiher wecken.
Wir haben auch dem breiten Publikum spannende Momente geboten und Stars wie Callum Turner, Sandra Hüller, Dua Lipa, Channing Tatum, Juliette Binoche, Isabelle Huppert, Charli xcx, Ethan Hawke und Amanda Seyfried sowie einige wunderbare Filmemacher begrüßt. Die Besucherzahlen aus Publikum und Branche übertrafen sogar unsere Rekordausgabe von 2025. Das sagt uns etwas Wichtiges: Es gibt ein starkes Interesse an der Berlinale. Trotz politischer Turbulenzen hat das Festival selbst seine Vitalität, Relevanz und das Vertrauen des Publikums unter Beweis gestellt.