Nach einer großangelegten Untersuchung will die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin Hunderte Schädel aus Westafrika zurückgeben. Die Herkunft der menschlichen Überreste wurde mehrere Jahre lang erforscht. «Wenn irgend möglich, sollen die menschlichen Gebeine dorthin zurückkehren können, woher sie stammen», teilte Stiftungspräsidentin Marion Ackermann mit.
Von 574 untersuchten Schädeln hätten 336 Schädel Gebieten im heutigen Kamerun zugeordnet werden können, 151 dem heutigen Togo, 23 dem heutigen Ghana und einer dem heutigen Nigeria, teilte die Stiftung mit. Bei 63 sei keine genauere Zuordnung möglich gewesen.
«Ein wesentlicher Teil der Schädel stammt von Arbeitern, die beim deutschen Eisenbahnbau in Kamerun umgekommen sind, aber auch von beraubten Nekropolen oder Schlachtfeldern», teilte die Stiftung mit. «In sehr vereinzelten Fällen liegen Hinrichtungen durch Deutsche vor.»