Die Schauspielerin Alexandra Maria Lara (45) warnt vor ausbleibenden Aufträgen in der deutschen Film- und Fernsehwelt. Derzeit spüre die gesamte Branche «eine Lähmung», sagte Lara, die auch Präsidentin der Deutschen Filmakademie ist. «Film ist schon immer ein Projektgeschäft, aber in den letzten Monaten höre ich von allen Seiten, dass es viel zu ruhig ist.»
Lara und Branchenvertreter überreichten einen Aufruf an Mitglieder des Kultur- und Medienausschusses des Bundestags, die in ihrer Sitzung abschließend über die geplante Reform des Filmförderungsgesetzes (FFG) beraten wollten. Der Aufruf wurde etwa von Regisseur Fatih Akin, den Schauspielerinnen Iris Berben und Anke Engelke sowie den Schauspielern Elyas M´Barek und Michael Bully Herbig unterschrieben.
Projekte werden verschoben oder ins Ausland verlagert und Aufträge bleiben aus, wie Lara schilderte. Man dürfe nicht vergessen, dass in der Branche rund 120.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden.