Gegen Ende der Berlinale hat der US-amerikanische Regisseur und Aktivist Brandt Andersen mit seinem Film «The Stranger's Case» (englisch: Das Los des Fremden) ein Plädoyer für Flüchtlinge abgeliefert. «Wenn die Menschen heute ihre Herzen öffnen können für Amira, dann haben wir es nicht nur erreicht, uns für Flüchtlinge einzusetzen, sondern für jedes menschliche Wesen auf dieser Welt», sagte Schauspielerin Yasmine Al Massri, die im Film die in Syrien arbeitende Ärztin Amira darstellt. «Dieser Film dreht sich darum, das Wort «Fremde» zu streichen und als Gemeinschaft zusammenzufinden.»
Andersen verknüpft im Film ein Plädoyer für Flüchtlingen in einem Stück von William Shakespeare mit der Gegenwart des Bürgerkriegs im syrischen Aleppo. Durch den Verlauf der Geschichte werden fünf Familien auf vier Kontinenten miteinander verbunden.
Unter Beifall des Teams nutzte Al Massri, US-Amerikanerin mit palästinensischen Wurzeln, die Pressekonferenz zum Film für die Forderung nach einem Waffenstillstand im Gaza-Krieg. Dazu trug sie ein Palästinensertuch als Kopf- und Halsschmuck sowie Sticker mit der palästinensischen Fahne und der Aufschrift «Choose Love» (englisch: Wähle Liebe). Bei anderen aus dem Filmteam war ein Sticker mit einem Stück Wassermelone zu sehen. Die Farben der Frucht mit rotem Inneren, schwarzen Kernen, grün-weißer Schale entsprechen den Farben der palästinensischen Fahne.