Bei der Suche nach einem neuen Profil für das Theater in Brandenburg an der Havel steht der neue Oberbürgermeister Daniel Keip im Austausch mit Schauspielerin Anna Loos. «Es kann ja unserer Stadt gar nichts Besseres passieren, dass eben auch eine Tochter unserer Stadt sich darum kümmern und dafür einsetzen will», sagte der 39 Jahre alte SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Er bleibe mit Loos im Gespräch. Die Frage der Intendanz, auf die sich Loos bereits Ende des vergangenen Jahres beworben hatte, ist bislang ungeklärt.
Festes Schauspiel-Ensemble hält der OB nicht für finanzierbar
Den Aufbau eines festen Schauspiel-Ensembles hält Keip aber nicht für realistisch. Stadt und Land könnten die Kosten dafür auf Dauer nicht stemmen.
Das ehemalige Dreispartenhaus in der Havelstadt hat inzwischen lediglich die Brandenburger Symphoniker als festes Ensemble. Seit Dezember ist das Große Haus des Theaters zudem wegen eines großen Wasserschadens geschlossen, der laut Keip Kosten in mindestens sechsstelliger Höhe verursacht.
«Ich denke schon, dass wir eine andere Art von Theater brauchen. Wir brauchen auch Schauspiel im Theater. Die Frage ist, brauchen wir dazu ein eigenes festes Ensemble?», so Keip. «Aus einem reinen kommunalen, aus einem reinen Landeshaushalt werden wir es so nicht finanzieren können.»
Dem Haus hat aus verschiedenen Töpfen etwa zehn Millionen Euro im Jahr zur Verfügung. Das Land Brandenburg als wichtigster Geldgeber sieht eine Förderung in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro für 2026 vor, wie es im Januar vom Kulturministerium in Potsdam hieß.