Das Deutsche Theater in Berlin spielt nun auch draußen. Mit der Uraufführung von «Der Gesang des Pottwals» wurde am Sonntagabend eine neue Open-Air-Bühne im Hinterhof eröffnet. In dem Satirestück geht es um einen Regisseur, der eine fast vergessene Oper auf die Bühne bringen möchte und dafür einen Pottwal benötigt.
An dem Abend tauchen auch Parodien von Bundeskanzler Friedrich Merz, Ex-Kanzlerin Angela Merkel und den Tech-Unternehmern Elon Musk und Jeff Bezos auf. Die Milliardäre wollen das Deutsche Theater abreißen, um Platz für ein Rüstungsprojekt zu machen.
Satirischer Abend für den Sommer
Regisseur Heiner Bomhard hat früher mit Künstler Rosa von Praunheim zusammengearbeitet («Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht», «Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs») und steht hier auch selbst auf der Bühne.
Satirisch geht es um Sparzwänge in der Kulturbranche, um die Eigenheiten des Theaterbetriebs und um die politische Bedrohung von Rechts. Das Projekt entstand noch vor der Strandung des als «Timmy» bekannten Wals, die international Schlagzeilen gemacht hatte, aber es gibt ein paar Anspielungen.
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