Die Stiftung Warentest muss wegen eines falschen Testergebnisses möglicherweise Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt sprach dem Berliner Rauchmelder-Hersteller Pyrexx einen Ausgleich für seine wirtschaftlichen Einbußen zu. Die genaue Höhe muss das Landgericht Frankfurt als Vorinstanz festlegen, das Unternehmen fordert 7,7 Millionen Euro.
Die Stiftung Warentest, die den beanstandeten Test 2024 zurückgezogen und sich bei der Firma entschuldigt hatte, erklärte, das von ihr beauftragte Prüfinstitut sei «ohne Rücksprache mit der Stiftung Warentest von der Norm abgewichen und hat das der Stiftung nicht offengelegt».
Die Stiftung akzeptiere die - noch nicht rechtskräftige - Entscheidung des OLG, «dass wir für unsere Pflichtverletzung haften müssen», sagte ein Sprecher der Institution mit Sitz in Berlin. Die geforderte Summe halte die Stiftung jedoch für «realitätsfern».