Zweieinhalb Jahre nach dem Verschwinden eines deutschen Urlaubers in Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt geht der Prozess gegen vier Tatverdächtige weiter. Die Südafrikaner sind des Raubüberfalls angeklagt. Im Kreuzverhör im Amtsgericht von Wynberg, einem Vorort von Kapstadt, stand der Chefermittler der Polizei, Dudley Truter, im Kreuzverhör. Auch der von Nick Frischkes Familie angeheuerte Privatdetektiv Desmond Peens wurde von Richter Karel Meyer befragt. Das Verfahren soll am Freitag fortgesetzt werden.
Im Januar hatte Truter ausgesagt, einer der Angeklagten habe einen der mutmaßlichen Mittäter in einer eidesstattlichen Erklärung beschuldigt, Frischke in den Rücken gestochen zu haben. Der Tourist habe aufgrund der Verletzung nicht mehr richtig laufen können, sagte Truter mit Verweis auf die Erklärung. Zuvor seien Frischkes Rucksack, Handy und Kreditkarte gestohlen worden.
Die Polizei hatte nach Angaben der Nationalen Strafverfolgungsbehörde NPA die gestohlenen Gegenstände im Besitz der Tatverdächtigen gefunden. Diese haben auf «nicht schuldig» plädiert. Sie bestreiten, in das Verschwinden oder die Tötung des Brandenburgers involviert zu sein, der seit dem 15. Februar 2023 als vermisst gilt. Versuche der NPA, ausreichende Beweise für eine Mordanklage zu sammeln, blieben bislang erfolglos.