Deutschlands Sicherheitsbehörden sehen sich immer versierter arbeitenden Cyberkriminellen gegenüber. Die «Tool-Box», die zum Einsatz komme, sei sehr breit angelegt, sagte der Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Sinan Selen, bei einer Konferenz zur Cybersicherheit in Potsdam. Er sehe ein «ganzheitliches Vorgehen», das «Spionage, Sabotage, Desinformation gleichermaßen bedient».
Auch gesellschaftliche Akteure müssen mitziehen
Was Deutschland dagegenzusetzen hätte, sei vor allem ein pragmatischer Ansatz in der Zusammenarbeit. «Wir müssen "hemdsärmeliger" werden», führte Selen aus. Es gehe darum die Fähigkeiten verschiedener stellen gut und partnerschaftlich miteinander zu vernetzen. Diese Partnerschaft beziehe sich nicht nur auf die klassischen Strafverfolgungsbehörden, sondern setze sich fort bei den Unternehmen, der Industrie oder gesellschaftlichen Gruppen, die von Cyberattacken betroffen sind. Nur so könne man dieser langfristigen Bedrohungslage effizient begegnen.