Die Segel-Partner kamen von einer Regatta vor Norwegen, als es zum Streit kam. Ein 71-Jähriger ertrank. Gegen den Mitsegler erging nach sechsmonatigem Prozess eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Berliner Landgericht sprach den 66-Jährigen des heimtückischen Mordes schuldig. Er habe seinen langjährigen Freund nach einem Streit zweimal unter Wasser gedrückt. «Er hat den Mann bewusst und gewollt ertränkt», sagte der Vorsitzende Richter Thomas Groß.
Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger plädierten auf Freispruch. Der 66-Jährige habe seinen Freund retten wollen, der Versuch sei «tragisch fehlgeschlagen».
Die Männer hatten rund zwei Wochen in der Enge auf einem acht Meter langen Trimaran verbracht, als die Situation am 1. August 2024 eskalierte. Was der genaue Anlass für den Streit der beiden Deutschen war, steht nicht fest, hieß es weiter im Urteil. Möglicherweise sei es um Kritik des Angeklagten an Sicherheits- und Ausstattungsmängeln des Bootes gegangen – «es muss etwas gegeben haben, was unter der Decke brodelte».