Vier junge Frauen sind nach dem Tod eines 88-Jährigen zu Haftstrafen zwischen viereinhalb und elf Jahren verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach sie des schweren Raubes und der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig. Sie hätten den Mann in seiner Wohnung betäubt, um in Ruhe nach Beute zu suchen. «Sie haben sich übelst verhalten, sie sind einem dreckigen, niederträchtigen und tödlichen Geschäft nachgegangen», sagte der Vorsitzende Richter Thomas Groß. Der Senior sei zweifelsfrei an den Folgen der Tat gestorben.
Die 25- bis 30-jährigen Frauen hatten sich im Februar 2023 Zugang zur Wohnung des Mannes in Berlin-Friedrichshain verschafft - «durch lügenhaftes Verhalten», hieß es weiter im Urteil. Der 88-Jährige sei ein gläubiger Katholik gewesen, «der bewegt war von christlicher Nächstenliebe». Die jungen Frauen hätten Bedürftigkeit vorgetäuscht.