Ein ehemaliger Mitarbeiter der Berliner Bildungsverwaltung steht vor dem Amtsgericht Tiergarten, weil er Dutzende Tablets bestellt und für sich abgezweigt haben soll. Die Geräte sind laut Anklage auf Initiative des 28-Jährigen an zwei Schulen geliefert worden. Dort habe er sie unter einem Vorwand abgeholt und privat verkauft. Der Schaden belaufe sich auf etwa 59.000 Euro. Fast vier Jahre später hat der damalige Referent für Digitalisierung vor dem Amtsgericht gestanden und erklärt, er habe «Fehlentscheidungen» getroffen.
Die Anklage lautet auf Untreue, Betrug und Unterschlagung. Der damalige Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie habe in zwei Fällen zwischen Mai und September 2021 insgesamt 34 Tablets, vier Monitore und vier externe Festplatten über ein Bundesförderprogramm bestellt und an Schulen in den Stadtteilen Wilmersdorf und Marzahn ausliefern lassen. Dort habe er sie sich aushändigen lassen.