Im Rahmen von Razzien in mehreren EU-Ländern gegen eine Gruppe mutmaßlich krimineller Autohändler hat die Polizei auch in Berlin Dutzende Objekte durchsucht. Hunderte Beamte waren am Morgen im Einsatz, rund 60 Einrichtungen waren betroffen, wie die Polizei mitteilte. Es geht um den Verdacht auf Umsatzsteuerbetrug.
Neben Berlin gab es auch in Köln entsprechende Maßnahmen. Insgesamt nahmen die Beamten in Deutschland vier Personen fest. Die europäische Staatsanwaltschaft vermutet eigenen Angaben zufolge in Berlin sowie im nordrhein-westfälischen Iserlohn die Köpfe eines kriminellen Netzwerks, das in Österreich, Kroatien, Tschechien, Deutschland, Italien und der Slowakei ein sogenanntes Umsatzsteuerkarussell betrieben haben soll.
Die Behörde wirft den Verdächtigen vor, über zum Teil simulierte grenzüberschreitende Verkäufe von teuren Luxusautos die Staaten um Steuern in einer Höhe von insgesamt rund 103 Millionen Euro betrogen zu haben.