Auf spektakuläre Weise soll ein Mann aus Berlin versucht haben, über zwei Tonnen Kokain mit einem Katamaran über den Atlantik nach Europa bringen zu lassen. Nun wurde der 70-Jährige wegen Handels mit Drogen in nicht geringer Menge angeklagt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Mann schweigt zu den Vorwürfen. Es gelte die Unschuldsvermutung, hieß es. Er sitzt zurzeit eine andere Strafe wegen Drogenhandels ab.
So sollte der Schmuggel ablaufen
Den Angaben zufolge soll der Angeschuldigte den Schmuggel im Jahr 2021 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Schweiz und Deutschland heraus koordiniert haben. Dabei soll er ein verschlüsseltes Telefon des Anbieters Sky ECC benutzt haben. Rund 2,2 Tonnen Kokain sollten von Brasilien nach Sierra Leone transportiert werden. Von dort sollte das Rauschgift mit einem Schleppschiff nach Europa gebracht werden.
Für das Geschäft soll der 70-Jährige den Beteiligten mehr als zwei Millionen Euro im Voraus gezahlt haben. Doch der Plan scheint nicht aufgegangen zu sein: Das Schleppschiff konnte keinen Kontakt zu dem Katamaran herstellen, weshalb dieser mit den Drogen zurück Richtung Brasilien fuhr. Etwa 270 Kilometer vor der Küste wurde der Katamaran von der brasilianischen Küstenwache erwischt.