Ein Neonazi, der als führender Kopf einer rechtsextremen Gruppierung gilt, ist zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach den 24-Jährigen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung schuldig. Der Mann habe aus einer politischen Gesinnung heraus gehandelt und sich «ganz klar außerhalb der Verfassung bewegt», sagte die Vorsitzende Richterin.
Angeklagt waren vier Straftaten, die innerhalb von rund zwei Monaten passierten. Ende August 2024 habe der 24-Jährige einer Aussteigerin aus der Gruppe eine Todesdrohung geschickt. In drei Fällen habe der Angeklagte mit weiteren Personen Männer «aus rechtsstaatsfeindlicher Gesinnung» angegriffen, wie für das Gericht feststand. Politisch andersdenkende Leute seien attackiert worden.