Nach Gewalt bei einer Fahrscheinkontrolle steht ein junges Paar vor dem Berliner Landgericht. Der 24-jährige Mann und seine 22 Jahre alte Partnerin sollen vor rund drei Jahren zwei Kontrolleure an einer Bushaltestelle geschlagen und getreten haben. Die Frau habe auch ihre Handtasche eingesetzt sowie Reizgas versprüht. Ein 47 Jahre alter Kontrolleur sei schwer verletzt worden und habe das Augenlicht auf dem rechten Auge verloren. Die Angeklagten schwiegen zunächst zu den Vorwürfen.
Die Staatsanwaltschaft legt den Angeklagten gefährliche sowie schwere Körperverletzung, besonders schwere räuberische Erpressung und Beleidigung zur Last. Nachdem der 24-Jährige in einem Bus keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnte und mit seiner Partnerin ausgestiegen war, hätten die Angeklagten den Entschluss gefasst, «sich unter Anwendung von Gewalt dem erhöhten Beförderungsentgelt zu entziehen», so die Staatsanwaltschaft.