Die Berliner Datenschutzbeauftragte Meike Kamp hat den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wegen eines Datenlecks im Vorjahr eine Verwarnung erteilt. Das landeseigene Unternehmen habe die Löschung von Kundendaten bei einem Dienstleister nicht kontrolliert und einen anschließenden «Datenschutzvorfall» zu spät gemeldet, teilte Kamp mit. Gemeint ist ein Cyberangriff auf den Dienstleister, bei dem im April 2025 mutmaßlich Daten von bis zu 180.000 BVG-Kunden abflossen.
Nach Angaben von Berlins oberster Datenschützerin hatte die BVG im Januar 2025 die externe Firma mit dem Versand von Briefen und E-Mails beauftragt. Dazu verarbeitete diese rund 180.000 Datensätze von BVG-Kunden, die Namen, Anschriften, Vertrags- und Kundennummern sowie teilweise E-Mail-Adressen enthielten. Bankdaten und Passwörter waren laut BVG nicht betroffen.