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Brutaler Angriff auf Ex-Partnerin - 51-Jähriger vor Gericht

Brutaler Angriff auf Ex-Partnerin - 51-Jähriger vor Gericht
Ein 51-Jähriger, der seine 45-jährige Ex-Partnerin in ihrer Wohnung mit einem Messer attackiert haben soll, steht wegen versuchten Mordes vor Gericht. (Symbolbild) / Foto: Jens Kalaene/dpa
Von: DieBrandenburger News
Jahre nach der Trennung und Verdacht auf einen neuen Freund wird eine Frau massiv attackiert. Ging es ihrem Ex-Partner um angeblich verletzte «Familienehre»? Die Anklage lautet auf versuchten Mord.

Nach einem brutalen Angriff auf eine 46-jährige Frau in ihrer Wohnung steht ihr ehemaliger Lebensgefährte wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Berlin. Der 51-Jährige habe die Frau mit einem Messer attackiert und verletzt, sie dann minutenlang mit Gegenständen geschlagen. Er habe sich nach Trennung und Verdacht auf einen neuen Freund im Leben der Frau «in seiner Familienehre gekränkt gesehen», heißt es in der Anklage.

Der serbische Staatsangehörige wurde kurz nach der Tat am 2. Februar dieses Jahres in Berlin-Weißensee festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen will sich der Mann nach Angaben seines Verteidigers an einem der nächsten Verhandlungstage äußern.

Die Frau kam nach einem fast zweimonatigen Aufenthalt außerhalb Berlins zurück, als sich neben ihrer Tochter sowie ihrer Schwiegertochter und ihrem Enkelsohn auch ihr ehemaliger Partner in ihrer Wohnung befunden haben soll. Er habe «geargwöhnt, dass sie einen neuen Freund hat», so die Anklage. Mit einem Küchenmesser sei er der Frau in den Rücken gesprungen. Nach Stichen in die Schultern habe er versucht, in den Hals der Frau zu stechen. 

Zeugin: «Mein Leben lang Angst vor ihm»

Weil sich die Frau nach Kräften wehrte, habe sie laut Ermittlungen einen Stich in den Hals verhindern können. Das Messer habe aber ihre Wange durchschnitten und auch die Zunge verletzt. Der 46-Jährigen sei es schließlich gelungen, das Messer zu ergreifen und wegzuwerfen. Daraufhin habe der Mann mit Gegenständen «in Griffnähe» auf sie eingeschlagen, bis ein Nachbar der erheblich verletzten Frau zu Hilfe eilte und den Angriff beendet habe. 

Die 46-Jährige sagte unter Tränen im Prozess, sie habe den Angeklagten vor rund 30 Jahren kennengelernt und sich vor zehn Jahren von ihm getrennt. Er sei danach nur noch gekommen, wenn er den gemeinsamen Sohn besuchen wollte. «Ich verließ dann meine eigene Wohnung und kam erst zurück, wenn er weg war», so die dreifache Mutter. «Mein Leben lang hatte ich Angst vor ihm.»

Die Staatsanwaltschaft geht vom Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe aus. Der Mann habe in Tötungsabsicht gehandelt, um seine angebliche «Familienehre wiederherzustellen und damit die Frau keinen anderen Partner als ihn haben konnte», heißt es weiter in der Anklage. Für den Prozess sind sechs weitere Verhandlungstage bis zum 5. Oktober terminiert.

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