Antisemitismus ist in Brandenburg nach Ansicht der Landesregierung nach wie vor ein großes Problem. Im vergangenen Jahr registrierte die Fachstelle für Antisemitismus insgesamt 461 antisemitische Vorfälle, wie es in einem Monitoringbericht der Stelle hieß. Das seien zwar 23 Vorfälle weniger als im Vorjahr, dennoch bleibe das Niveau damit «sehr hoch».
Antisemitismus werde öffentlicher und unverhohlener, sagte Johannes Wagner, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. «Das dürfen wir so niemals hinnehmen.»
Die Zahl der Vorfälle habe sich im Vergleich zu 2019 verdoppelt - damals nahm die Fachstelle ihre Arbeit auf. Es brauche die gemeinsame Anstrengung «aller Menschen mit Anstand und Verstand, geschlossen dagegen zu stehen», führte er aus.