Die AfD im Brandenburger Landtag hält die Kritik an den rassistischen Sprüchen auf einer Teenager-Party in einem Club in Falkenberg/Elster für übertrieben. «Da rastet unser Ministerpräsident mal so richtig aus, wenn dieses Lied gespielt wird und ein paar Jugendliche in Brandenburg, wenn sie feiern gehen, mal ein paar Sätze sagen, die vielleicht nicht jeder schön finden muss», sagte der AfD-Bildungspolitiker Dennis Hohloch, der auch Mitglied im Bundesvorstand der AfD ist. Er glaube, dass sie «sicherlich kein Grund dafür sind, dass jetzt der Staatsschutz eingeschaltet werden muss». Er nannte dies «lächerlich».
AfD-Fraktion zeigt Verständnis
Die AfD-Landtagsfraktion zeigte Verständnis für die Parolen. «Wenn die Kinder sowas singen, dann ist es ein Ausdruck einer Bedrängnis und einer schier unerträglichen Lage», sagte Fraktionschef Hans-Christoph Berndt. Das bezog er auch auf das Problem zunehmender Gewalt an Schulen. In Cottbus hatten Eltern einer Grundschule im vergangenen Jahr von Gewalt wegen eines vergleichsweise hohen Migrationsanteils berichtet.
Hohloch sagte: «Warum singen die Jugendlichen denn so was? Weil sie eben mit dieser schlimmen Situation in den Schulen konfrontiert werden und die Regierung nicht in der Lage und nicht willens ist, die Situation für diese Kinder und für diese Jugendlichen zu verbessern». Er warnte vor Übertreibung: «Das ist eine Party, da wird getrunken, es geht um Minderjährige.»
Die SPD wandte sich gegen die rassistischen Ausrufe und warnte davor, dass sich dies in die Jugendkultur eingräbt. «Ich halte das für höchst gefährlich, dem muss natürlich ganz stark entgegengetreten werden», sagte Brandenburgs SPD-Fraktionschef Björn Lüttmann. «Diese Verharmlosung vorzunehmen, ist natürlich eine Taktik der AfD, die wir ihnen nicht durchgehen lassen können.»
Auch der BSW-Fraktionsvorsitzende Niels-Olaf Lüders sagte mit Blick auf die Gesänge: «Wir verurteilen das.»