Nach einem Feuerwehreinsatz in einem Pflegeheim in Berlin-Lichtenberg aufgrund von Personalmangel hat die Heimaufsicht von einer «Verkettung unglücklicher Umstände» gesprochen. Am Tag nach dem Notruf einer Pflegerin habe die Heimaufsicht eine Überprüfung in der Einrichtung durchgeführt und Dienstpläne ausgewertet, sagte die Leiterin der Heimaufsicht, Bettina Jonas, im Ausschuss für Gesundheit und Pflege im Abgeordnetenhaus am Montag. Die Umstände seien auch auf EDV-Probleme bei der Dienstplanerstellung zurückzuführen.
Eine Pflegerin des Heims mit 142 Bewohnern hatte in der Nacht vom 15. auf den 16. April ihre Schicht beenden wollen, dann aber festgestellt, dass die folgende Nachtschicht nicht ausreichend mit qualifiziertem Personal besetzt war. Sie erreichte weder die Bereitschaft noch die Heimleitung und rief dann Polizei und Feuerwehr, die auch erschienen. Schließlich ließ sich die Leitung doch telefonisch erreichen und es wurde Pflegepersonal geschickt. In dem Pflegeheim sei am 30. Dezember schon einmal der Notruf gewählt worden, es habe aber keinen Einsatz gegeben, sagte Jonas. Die Aufsichtsbehörde habe davon verspätet erfahren. «Wir hätten informiert werden müssen.» Die Gründe für den Notruf im Dezember nannte Jonas nicht.