Die wirtschaftliche Belastung der Krankenhäuser in Brandenburg steigt. «Die Drucksituation, die jetzt auf den Krankenhäusern lastet, nimmt sozusagen täglich zu», sagte der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg, Michael Jacob, der Deutschen Presse-Agentur. Zur Krankenhausreform komme das Sparpaket bei der gesetzlichen Krankenversicherung hinzu - und dies vor dem Hintergrund sinkender Geburten und einer steigenden Zahl älterer Menschen. «Da stecken wir jetzt im Moment am Anfang.»
Gesundheitsminister verteidigt Pläne
Während die AfD-Gesundheitspolitikerin Daniela Oeynhausen eine schlechtere Versorgung für Patientinnen und Patienten befürchtet, weist Gesundheitsminister René Wilke (SPD) Bedenken zurück. «Potsdam etwa wird dadurch eine qualitativ sicherere und bessere Gefäßchirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie und Geburtsstation haben als bisher», sagte Wilke der «Märkischen Allgemeinen».
Auch für das Thema Babyklappe, deren Betrieb eingestellt wurde, werde es eine Lösung geben, kündigte Wilke an. Für die Zukunft der Hebammen liefen derzeit zudem Gespräche. Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft sagte der dpa, es gehe in Potsdam um einen abgestimmten Leistungstausch. Eine Geburtshilfe könne es künftig nur noch mit Kinderarzt geben, der fehle aber bisher im St. Josefs-Krankenhaus.
Aus für Kinderklinik Ludwigsfelde und Geburtshilfe Strausberg
Die Krankenhausreform soll Kosten senken und die Qualität der Versorgung erhöhen. Auch anderswo sollen Angebote schließen: Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow hatte angekündigt, Ende Juli zuzumachen. Die Versorgung soll in der Region Potsdam aufgefangen werden. Das Krankenhaus Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland verlagerte die Geburtshilfe nach Rüdersdorf.
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