Mehrere Fachleute raten als Konsequenz aus dem Regelungswirrwarr bei Corona-Impfungen zu einer besseren Steuerung und Kommunikation in künftigen Krisenfällen. «Hier sollte überlegt werden, Regelungen für bundeslandübergreifende Maßnahmen zu setzen im Pandemiefall», sagte der Erlanger Virologe Klaus Überla, früherer Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko), vor der Enquete-Kommission des Brandenburger Landtags zu Corona. Er halte unterschiedliche Regelungen in verschiedenen Bundesländern für einen Pandemiefall für «nicht geeignet».
Die Pandemie mit vielen Vorgaben zu Masken, Impfungen, Tests und Schließungen begann in Deutschland 2020, letzte bundesweite Auflagen endeten an Ostern 2023. Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie und ihre Folgen sind bis heute umstritten. Im Dezember 2021 startete offiziell die größte bundesweite Impfkampagne, zunächst für besonders gefährdete Menschen in Pflege- und Seniorenheimen. Es gab keine allgemeine Impfpflicht, wohl aber eine für bestimmte Berufsgruppen.