Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) dringt auf zügige Finanzhilfe des Bundes für angeschlagene Krankenhäuser. «Der geplante Transformationsfonds, der Krankenhäuser bei Umstrukturierungen im Zuge der Krankenhausreform unterstützen soll, muss früher greifen», sagte Nonnemacher am Donnerstag nach einem Gespräch mit der Krankenhausgesellschaft in Oranienburg. «Ein Start erst ab 2026, so wie es der Bund vorhat, wäre viel zu spät.»
Bundesweit stecken Krankenhäuser in finanzieller Schieflage, auch in Brandenburg machen Häuser Millionen-Defizite. Der Bund plant derzeit eine Krankenhausreform.
Die Ministerin forderte auch, dass der Bund Kooperationen zwischen Krankenhäusern und Arztpraxen stärker unterstützt. Sie sollten zur Erfüllung künftiger Qualitätskriterien die Regel und nicht die Ausnahme sein, sagte Nonnemacher. Sie fordert auch, dass Krankenhausplanung Ländersache bleiben müsse. Die Grünen-Politikerin betonte: «Kein Standort wird aufgegeben.» Es gehe um eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung und Sicherung der Standorte.