Der Verfassungsschutz befürchtet eine Radikalisierung von in Brandenburg lebenden Islamisten aus dem Nordkaukasus. Meist handelt es sich um Tschetschenen, die dem extremistischen Dschihadismus anhängen, einer radikalen Form des Islamismus. Die Sicherheitsbehörde will zum Schutz vor möglichen Anschlägen die Gruppierung «Islamistische Nordkaukasische Szene» (INS) künftig besser analysieren und auch auf Präventionsangebote setzen.
Vor kurzem erst vereitelte Frankreich Pläne für einen islamistischen Terroranschlag auf ein Fußballspiel während der Olympischen Spiele in diesem Sommer, gefasst wurde ein 18 Jahre alter Tschetschene.
Im vergangenen Jahr war ein 16 Jahre alter Tschetschene in Wittstock/Dosse festgenommen worden, weil er zusammen mit einem deutsch-afghanischen Teenager aus Nordrhein-Westfalen über das Internet einen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant haben soll. Konflikte gab es laut Verfassungsschutz in Brandenburg auch in Neuruppin, Prenzlau, Cottbus und im Kreis Dahme-Sperrwald. Die Szene gilt als überregional gut vernetzt, ist aber stark abgeschottet.