Der Präsident des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten, Mark Seibert, sieht seine Behörde an der Belastungsgrenze und fürchtet, es könnte noch schlimmer werden. «Überlastung ist schon heute unser Alltag. Unser Leistungsbereich hat im vergangenen Jahr 101.000 persönliche Vorsprachen gehabt, ein Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Jahr davor, das Personal ist gleich geblieben», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Viele Mitarbeiter schrubben hier Überstunden, schlagen sich Abende und gelegentlich die Wochenenden um die Ohren. Dem Abteilungsleiter Unterkünfte haben wir zum Einstand ein Feldbett in sein Büro gestellt.»
LAF-Chef fürchtet noch zusätzliche Probleme
Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) ist für die Registrierung, Versorgung, Unterbringung und soziale Betreuung von Geflüchteten in Berlin zuständig. «Wir werden hier aus dem System rausquetschen, was geht, aber wir kommen an die Grenze dessen, was wir leisten können», sagte Seibert. «Ich sehe das am Krankenstand und an der recht hohen Fluktuation in der Belegschaft.»